|
Bei der Verabreichung von Impfstoffen beim Schwein ist auf die richtige, für den
jeweiligen Impfstoff vorgeschriebene Applikationsart zu achten. Unterschieden wird
zwischen vier Injektionsarten:
Die Injektion erfolgt etwa im rechten Winkeln zum Hals hinter dem
Ohr am Übergang von der leicht behaarten zur unbehaarten Haut.
Bei einem falschen Winkel besteht die Gefahr, dass die Nadel ins
Fettgewebe gelangt. Zu beachten ist außerdem – vor allem bei der
Impfung von Ferkeln – dass die korrekte Kanülenlänge gewählt
wird. Je nach Gewicht werden folgende Kanülenlängen für die
intramuskuläre Injektion empfohlen:

Die optimale Injektionsstelle variiert je nach Alter. Bei Ferkeln
eignet sich die Kniefalte, während bei erwachsenen Tieren der
wenig behaarte Bereich hinter dem Ohrgrund bevorzugt wird.
Ist die Nadel nach dem Einstich noch frei beweglich, kann davon
ausgegangen werden, dass die Injektion richtig sitzt.
Für die intradermale Injektion eignen sich – bis auf wenige
Körperstellen an denen die Haut direkt auf dem Knochen
liegt – fast alle Bereiche. Allerdings ist besonders bei dieser
Injektionsart auf den korrekten Injektionswinkel zu achten.
Hierbei wird zwischen der Verabreichung über den Drencher oder
über das Futter bzw. Trinkwasser unterscheiden. Wird ein Drencher
verwendet, muss sichergestellt werden, dass das zu impfende
Schwein die komplette Dosis schluckt.
|